
Die Innenwelt ist der Raum, in dem Kultur zu dir kommt – direkt nach Hause. Musik, Bücher, Filme oder andere Medien lassen sich hier erleben, reflektieren und genießen, ohne dass man dafür weite Wege auf sich nehmen muss. Hier finden weniger Neuerscheinungen ihren Platz, sondern vor allem jene Werke, die über längere Zeit begleiten, die sich durch wiederholte Auseinandersetzung erschließen und mit denen eine tiefere Vertrautheit entsteht. Die Innenwelt schafft Nähe, Rückzug und intensives Erleben zugleich, ein Ort, an dem die Vielfalt der Kultur greifbar wird, ohne dass man die eigenen vier Wände verlassen muss.
John Frankenheimer: Der Mann, der zweimal lebte
In „Der Mann, der zweimal lebte“ entwirft John Frankenheimer einen albtraumhaften Blick auf den amerikanischen Traum. Ein Mann erhält die Chance, sein bisheriges Leben hinter sich…
Ernest B. Schoedsack und Irving Pichel: Graf Zaroff – Genie des Bösen
Filmkritik: Ernest B. Schoedsacks und Irving Pichels „Graf Zaroff – Genie des Bösen“ von 1932 ist ein früher Horrorfilm über die Jagd, Macht und Gewalt. Im…
Add N to (X): On the Wires of Our Nerves
Albumkritik: Add N to (X) verbinden auf „On the Wires of Our Nerves“ analoge Synthesizer mit Krautrock, Rock und den Beats der 1990er. Ein eigenwilliges Album…
Migala: La Increíble Aventura
Migalas La Increíble Aventura verbindet Post Rock, Folk und spanische Einflüsse zu einem außergewöhnlichen Gesamtkunstwerk. Die Musik und die begleitenden Videos erzählen gemeinsam eine vielschichtige Geschichte…
Current 93: The Inmost Light
Albumkritik: The Inmost Light-Trilogie von Current 93 zwischen apokalyptischem Folk, Dark Ambient und spiritueller Obsession. David Tibet entfaltet eine radikal persönliche Klangvision aus Stimmen, Fragmenten und…
Wojciech Has: Die Handschrift von Saragossa
Filmkritik: Wojciech Has‘ barockes Meisterwerk verschachtelt Geschichten in Geschichten. Zwischen Surrealismus und Abenteuerfilm entsteht ein dreidimensionales Labyrinth, das Regisseure wie Scorsese und Coppola nachhaltig beeinflusste.
Kahimi Karie: Nunki
Albumkritik: Kahimi Karie verbindet Naturgeräusche mit kammermusikalischer Intimität. Zwischen akustischen Texturen, avantgardistischen Klanglandschaften und ihrer einzigartigen, zerbrechlichen Stimme entsteht eine immersive, stille Schönheit.
Sun Ra: Cosmic Tones for Mental Therapy
Albumkritik: Sun Ras Cosmic Tones for Mental Therapy entfaltet einen schwebenden Klangkosmos zwischen Atonalität, Echo und frühem Space Funk. Die Stücke verbinden freie Improvisation mit visionärer…
Momus: Circus Maximus
Albumkritik: Momus entwirft 1986 ein Debüt jenseits der Poplogik: akustische Gitarren, kühle Synthesizer und Chanson. Biblische und antike Motive werden ironisch gebrochen. Literarische Ambition und melodische…
William S. Burroughs: Die Wilden Boys
Literaturkritik: William S. Burroughs‘ experimenteller Roman entwirft eine radikale Vision von Rebellion und Kontrolle. Fragmentierte Prosa, explizite Sexualität und politische Provokation verschmelzen zu einer kompromisslosen literarischen…

