Kreidler im Hafen 2 Offenbach, 30.05.2026
Konzertkritik: Kreidler in Offenbach. Die Düsseldorfer elektronische Band balanciert zwischen Krautrock-Tradition und zeitgenössischer Elektronik. Live entsteht Groove, der körperlich und ekstatisch zugleich ist.
Heidi Riehl & Martin Kähler: untragbar leicht
Ausstellungskritik: Heidi Riehls Tuschezeichnungen treffen auf Martin Kählers Drahtskulpturen. Beide lösen Landschaft in Linien auf, doch echter Dialog entsteht nur stellenweise. Sehenswerte Einzelpositionen mit konzeptuellem Verbesserungspotenzial.
Mitmachen – Andreas Illenseer im Nebbienschen Gartenhaus
Ausstellungskritik: „Mitmachen“ von Andreas Illenseer verbindet monumentale Bildsprache mit präziser Gesellschaftskritik. Verschränkte Körper, geprägt von Spannung, Zwang und Dynamik, spiegeln soziale Anpassungsprozesse und innere Konflikte.
Frankfurt-Prag-Bratislava im Nebbienschen Gartenhaus
Ausstellungskritik: Zum zehnten Mal verbindet die Wanderausstellung Frankfurt, Prag und Bratislava. Sechs Positionen zeigen unterschiedliche Ansätze von Fotografie über geometrische Abstraktion bis zu dreidimensionalen Körperskulpturen.
Klaus Schneider + Milan Caspar Eckart: in augen schein
Ausstellungskritik: Die Galerie Heussenstamm eröffnet „in augen schein“: Klaus Schneider überträgt Haiku-Strukturen ins Visuelle, Milan Caspar Eckart dekonstruiert Sprache im schwarzen Kubus.
Morrissey live in der Jahrhunderthalle Frankfurt, 17.02.2026
Konzertkritik: Morrissey überzeugte in der Jahrhunderthalle Frankfurt mit stimmlicher Finesse und emotionaler Tiefe. Die Setlist bevorzugte introspektive Momente gegenüber Pop-Hits.
August Gaul: Tiere sind auch nur Menschen im Liebieghaus Frankfurt
Das Liebieghaus zeigt August Gauls Tierplastiken im Dialog mit antiken Skulpturen. Zwischen Naturalismus und Irrealität entwickeln die Arbeiten eine faszinierende Spannung, die das Tier als eigenständiges Subjekt sichtbar macht.
Current 93: The Inmost Light
Albumkritik: The Inmost Light-Trilogie von Current 93 zwischen apokalyptischem Folk, Dark Ambient und spiritueller Obsession. David Tibet entfaltet eine radikal persönliche Klangvision aus Stimmen, Fragmenten und experimentellen Strukturen, die Themen wie Verlust, Kindheit und Transzendenz umkreist.
Wojciech Has: Die Handschrift von Saragossa
Filmkritik: Wojciech Has‘ barockes Meisterwerk verschachtelt Geschichten in Geschichten. Zwischen Surrealismus und Abenteuerfilm entsteht ein dreidimensionales Labyrinth, das Regisseure wie Scorsese und Coppola nachhaltig beeinflusste.
Kahimi Karie: Nunki
Albumkritik: Kahimi Karie verbindet Naturgeräusche mit kammermusikalischer Intimität. Zwischen akustischen Texturen, avantgardistischen Klanglandschaften und ihrer einzigartigen, zerbrechlichen Stimme entsteht eine immersive, stille Schönheit.
Sun Ra: Cosmic Tones for Mental Therapy
Albumkritik: Sun Ras Cosmic Tones for Mental Therapy entfaltet einen schwebenden Klangkosmos zwischen Atonalität, Echo und frühem Space Funk. Die Stücke verbinden freie Improvisation mit visionärer Studioästhetik und wirken bis heute erstaunlich zeitlos, fordernd und hypnotisch.
Momus: Circus Maximus
Albumkritik: Momus entwirft 1986 ein Debüt jenseits der Poplogik: akustische Gitarren, kühle Synthesizer und Chanson. Biblische und antike Motive werden ironisch gebrochen. Literarische Ambition und melodische Zugänglichkeit formen ein singuläres Album.
William S. Burroughs: Die Wilden Boys
Literaturkritik: William S. Burroughs‘ experimenteller Roman entwirft eine radikale Vision von Rebellion und Kontrolle. Fragmentierte Prosa, explizite Sexualität und politische Provokation verschmelzen zu einer kompromisslosen literarischen Erfahrung.
13.06.2026: Bleib Modern live im Rind Rüsselsheim
Bleib Modern bringen ihren atmosphärischen Mix aus Post-Punk, Darkwave und modernen Wave-Klängen ins Rind nach Rüsselsheim. Mit treibenden Rhythmen, melancholischen Melodien und ihrem aktuellen Album verspricht die Berliner Band einen intensiven Abend zwischen Dunkelheit und Euphorie.
02.07.2026: Pixies live in der Jahrhunderthalle Frankfurt
Vier Jahrzehnte nach ihrer Gründung zeigen die Pixies, dass ihr Einfluss ungebrochen ist. Zwischen den prägenden Alben der Achtziger und ihrer kraftvollen Rückkehr auf die Bühnen seit 2004 bleibt vor allem eines konstant: die rohe Intensität ihres Sounds. Die Jubiläumstour bündelt Vergangenheit und Gegenwart zu einem konzentrierten Live-Erlebnis.
11.08.2026: OMD live im Amphitheater Hanau
Orchestral Manoeuvres in the Dark kommen im Sommer 2026 mit ihrer „Summer of Hits“-Tour nach Hanau. Im Amphitheater präsentiert die Band Klassiker und neuere Songs zwischen Synthpop, Experiment und zeitloser Melancholie.




