
Es gibt Bands, die ihre Geschichte verwalten. Und es gibt solche, die sie jedes Mal neu aufladen. Bei Metallica ist selbst ein Jubiläum kein Rückblick, sondern ein Zustand maximaler Gegenwart.
Zwei Abende, keine Wiederholung
Mit der M72 World Tour führt die Band ein Konzept fort, das sich bewusst gegen Routine stellt. Zwei Konzerte in derselben Stadt, zwei vollständig unterschiedliche Setlists, zwei Abende ohne Überschneidungen. Was zunächst wie ein Fanservice wirkt, entpuppt sich als programmatische Entscheidung.
Die Songs werden nicht einfach abgespult, sondern neu angeordnet, neu gewichtet, manchmal neu gedacht. Zwischen Klassikern und späteren Stücken entsteht ein Spannungsfeld, das die eigene Diskografie nicht chronologisch, sondern als offenes System begreift.
Größe als Erfahrung
Dass diese Idee funktioniert, zeigt die Resonanz der vergangenen Jahre. Millionen Besucherinnen und Besucher haben die Tour bereits erlebt. Die Inszenierung setzt dabei auf eine 360 Grad Bühne, die das klassische Verhältnis von Band und Publikum auflöst.
Die Musik steht weiterhin im Zentrum, doch sie wird eingerahmt von einer Produktion, die Größe nicht nur behauptet, sondern erfahrbar macht. Präzision und Wucht greifen ineinander, ohne sich gegenseitig zu neutralisieren.
Frankfurt im Doppelpack
Auch Frankfurt am Main wird Teil dieser Tour. Am 22. und 24. Mai 2026 spielt Metallica im Deutsche Bank Park zwei Konzerte, die bewusst als zusammengehöriges Ereignis konzipiert sind.
Wer beide Abende erlebt, sieht keine Wiederholung, sondern zwei Perspektiven auf dieselbe Band. Wer nur einen besucht, bekommt dennoch ein in sich geschlossenes Set.
Hinzu kommt ein Aspekt, der über das Konzert hinausweist. Ein Teil der Einnahmen fließt in Projekte der All Within My Hands Foundation, die Bildungsinitiativen, soziale Programme und Katastrophenhilfe unterstützt.
So entsteht ein Ereignis, das mehr ist als ein Konzert. Es ist eine Verdichtung dessen, was diese Band seit Jahrzehnten ausmacht. Laut, präzise und immer noch in Bewegung.




