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	<title>Folk-Archiv - Main Kritik</title>
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	<description>Kust- und Kulturkritiken aus dem Rhein-Main-Gebiet</description>
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		<title>Les Yeux d’la Tête live im Zoom: Wenn der ganze Saal tanzt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[main-admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2026 15:35:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzert]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Konzertkritik: Les Yeux d’la Tête begeistern im Frankfurter Zoom mit enormer Spielfreude, perfektem Zusammenspiel und einer Musik zwischen Chanson, Folk und Rock. Ein Konzert, das den ganzen Saal zum Tanzen bringt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mainkritik.de/les-yeux-dla-tete-live-im-zoom-wenn-der-ganze-saal-tanzt/">Les Yeux d’la Tête live im Zoom: Wenn der ganze Saal tanzt</a> erschien zuerst auf <a href="https://mainkritik.de">Main Kritik</a>.</p>
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<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6ae75bfd348ba&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6ae75bfd348ba" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/09/Les_Yeux_dla_Tete-Live_Zoom_Frankfurt-1-rabirius-1024x683.jpg" alt="Les Yeux d’la Tête:  Benoît Savard und Eddy Lopez live im Zoom Frankfurt | © rabirius" class="wp-image-1534" srcset="https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/09/Les_Yeux_dla_Tete-Live_Zoom_Frankfurt-1-rabirius-1024x683.jpg 1024w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/09/Les_Yeux_dla_Tete-Live_Zoom_Frankfurt-1-rabirius-300x200.jpg 300w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/09/Les_Yeux_dla_Tete-Live_Zoom_Frankfurt-1-rabirius-768x512.jpg 768w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/09/Les_Yeux_dla_Tete-Live_Zoom_Frankfurt-1-rabirius-1536x1024.jpg 1536w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/09/Les_Yeux_dla_Tete-Live_Zoom_Frankfurt-1-rabirius-2048x1365.jpg 2048w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/09/Les_Yeux_dla_Tete-Live_Zoom_Frankfurt-1-rabirius-1320x880.jpg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><button
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		</button><figcaption class="wp-element-caption">Les Yeux d’la Tête: Benoît Savard und Eddy Lopez live im Zoom Frankfurt | © rabirius</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Erstaunlich früh beginnt dieser Konzertabend im Frankfurter Zoom. Bereits am Nachmittag laden Les Yeux d’la Tête ihr Publikum zum Tanzen ein. Einige Besucherinnen und Besucher wundern sich zunächst über die ungewohnte Uhrzeit, und auch die Band selbst kann sich einen entsprechenden Kommentar nicht verkneifen. Doch spätestens nach den ersten Stücken ist klar: Für Les Yeux d’la Tête gibt es keinen falschen Zeitpunkt zum Feiern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn was diese Band an diesem Nachmittag entfaltet, ist eine geradezu ansteckende Spielfreude. Die sechs Musiker springen über die Bühne, tanzen zwischendurch beinahe synchron und treiben ihre Musik immer wieder an die Grenzen des kontrollierten Chaos. Mal scheint das Zusammenspiel auseinanderzudriften, nur um im nächsten Moment wieder punktgenau zusammenzufinden. Das wirkt nicht zufällig, sondern wie die sichtbare Folge eines enorm sicheren Umgangs mit dem eigenen Material.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eingespielt wie alte Freunde</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei wäre eigentlich zu erwarten, dass eine Band mit dieser Besetzung noch nach ihrer gemeinsamen musikalischen Identität suchen müsste. Von der ursprünglichen Formation sind nur Sänger und Gitarrist Benoît Savard sowie Eddy Lopez an Saxophon und Klarinette übrig. Gitarrist Stéphane Berti und Bassist Philippe Burneau gehören sogar erst seit dem vergangenen Jahr zur Band. Davon ist auf der Bühne nichts zu spüren. Sie spielen miteinander, als würden sie seit Jahren in dieser Formation auf der Bühne stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stücke geben dabei zwar einen klaren Rahmen vor, lassen aber genügend Raum für Improvisation und spontane Abweichungen. Gerade daraus entsteht die Lebendigkeit dieses Konzerts. Die Musiker kennen ihre Songs so gut, dass sie sich darin bewegen können, ohne an ihnen festhalten zu müssen. Aus kleinen Verschiebungen, überraschenden Übergängen und improvisierten Momenten entsteht eine Musik, die ständig in Bewegung bleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Publikum lässt sich davon schnell anstecken. Spätestens beim dritten Stück hält es kaum noch jemanden auf den Beinen. Es wird getanzt, geschunkelt und im Rhythmus gewippt. Bei einem Walzer finden sich sogar mehrere Paare zusammen, die sich mit erstaunlich sicheren Schritten über den Boden drehen. Spätestens hier ist klar, dass Les Yeux d’la Tête ihre Musik nicht einfach präsentieren. Sie bringen einen ganzen Saal dazu, sich zu bewegen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zwischen Chanson, Balkan und Rock</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Musikalisch wandern Les Yeux d’la Tête durch ein weit gespanntes südeuropäisches Klanggebiet. Chanson trifft auf spanische Anklänge und Balkanmusik, Folk und Weltmusik verbinden sich mit Rock zu einem unverwechselbaren eigenen Stil. Vieles stammt vom aktuellen Album <em>La vie est belle</em>, doch auch ältere Publikumslieblinge wie „I Don’t Speak English“ und „Muzika“ fehlen nicht und werden entsprechend begeistert aufgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass die Band vor allem eine Live-Band ist, zeigt sich an diesem Abend besonders deutlich. Die Musik lebt von der Bewegung, von den Blicken zwischen den Musikern, von den spontanen Wendungen und von der Reaktion des Publikums. Was auf einer Platte funktioniert, kann diese unmittelbare Energie nur begrenzt transportieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu passt die unkomplizierte Kommunikation mit dem Saal. Englisch, Französisch und gelegentlich sogar Deutsch wechseln sich ab. Und irgendwann gibt es nicht einmal mehr eine sprachliche Verständigung: Die Band gibt Tanzanweisungen, der ganze Saal macht mit und bewegt sich gemeinsam von links nach rechts und von vorne nach hinten. Für einen Moment wird aus dem Konzert eine gemeinsame Choreografie.</p>



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		</button><figcaption class="wp-element-caption">Les Yeux d’la Tête: Stéphane Berti an der Gitarre &#8211; live im Zoom Frankfurt | © rabirius</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die einzelnen Musiker bekommen Gelegenheit zu zeigen, was sie können. Vor Stéphane Bertis Gitarrensolo wird die Musik beinahe wavig, bevor er mit seiner Gitarre loslegt. Philippe Burneau lässt seinen Bass beim Slappen so deutlich hervortreten, dass für einen kurzen Moment ein Hauch Red Hot Chili Peppers durch das Zoom weht. Akkordeonspieler Rodrigue Fernandes entlockt seinem Instrument einen Klang, als stünden gleich mehrere Akkordeons auf der Bühne. Und Schlagzeuger Xavier Hamon beweist selbst in seinen Improvisationen, dass er den Groove niemals aus der Hand gibt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Konzert, das den Saal verlässt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die vielleicht schönste Idee kommt allerdings ganz am Ende. Nach den Zugaben stellt sich die Band mitten ins Publikum. Die Besucher bilden einen Kreis, die Verstärker bleiben außen vor. Das letzte Stück erklingt unverstärkt, direkt aus der Mitte des Saales. Näher kann eine Band ihrem Publikum kaum kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So endet ein Konzert, das von Anfang an weniger wie eine Vorführung als wie ein gemeinsames Fest gewirkt hat. Les Yeux d’la Tête beherrschen ihre Musik so sicher, dass sie sich erlauben können, sie immer wieder aus dem festen Rahmen herauszuführen. Gerade das scheinbare Chaos macht dabei die Präzision sichtbar, die dahintersteckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als das Publikum schließlich beseelt in den beginnenden Abend hinauszieht, ist die Arbeit eigentlich schon getan: Man hat getanzt, gesungen, geschunkelt und sich von einer Band mitreißen lassen, die ihre Musik nicht nur spielt, sondern mit ihrem Publikum teilt. Und das Schöne daran: Die Nacht ist noch jung.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Migala: La Increíble Aventura</title>
		<link>https://mainkritik.de/migala-la-increible-aventura/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[main-admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Aug 2026 15:17:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Alternative Rock]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Migalas La Increíble Aventura verbindet Post Rock, Folk und spanische Einflüsse zu einem außergewöhnlichen Gesamtkunstwerk. Die Musik und die begleitenden Videos erzählen gemeinsam eine vielschichtige Geschichte über Konflikt, Hoffnung und die Kraft filmischer Bilder.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mainkritik.de/migala-la-increible-aventura/">Migala: La Increíble Aventura</a> erschien zuerst auf <a href="https://mainkritik.de">Main Kritik</a>.</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/08/migala-la_increible_aventura_cover-1024x1024.jpg" alt="Migala: La Increíble Aventura (Cover)" class="wp-image-1369" srcset="https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/08/migala-la_increible_aventura_cover-1024x1024.jpg 1024w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/08/migala-la_increible_aventura_cover-300x300.jpg 300w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/08/migala-la_increible_aventura_cover-150x150.jpg 150w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/08/migala-la_increible_aventura_cover-768x768.jpg 768w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/08/migala-la_increible_aventura_cover-1536x1536.jpg 1536w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/08/migala-la_increible_aventura_cover-1320x1320.jpg 1320w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/08/migala-la_increible_aventura_cover.jpg 1591w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<div style="height:33px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Schon das Cover verspricht ein Abenteuer. Dichtes Dschungelgrün, ein Tiger mit gefletschten Zähnen und eine geheimnisvolle Atmosphäre wecken Erwartungen. Doch der Tiger bleibt nicht bloß ein grafisches Motiv. Er zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album. Bereits im dritten Stück <em>El Tigre Que Hay En Ti</em> <em>(Der Tiger in dir)</em> stellt sich die zentrale Frage: Trägt jeder Mensch einen Tiger in sich? Muss man ihn bezwingen oder freilassen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das dazugehörige Video greift diese Idee auf. Zwei Männer mit Tigermasken treten zunächst wie Kickboxer gegeneinander an. Der Kampf wird immer surrealer. Feuerbälle und Blitze schießen aus ihren Händen, bis schließlich nur einer übrig bleibt. Er sitzt am Ende auf einem Sessel, während die Maske seines Gegners als Trophäe an der Wand hängt. Sieg oder Niederlage? Befreiung oder Unterwerfung? Das Video beantwortet diese Fragen nicht. Es macht sie zum Ausgangspunkt des Albums.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vom Folk zum Post Rock</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Migala wurden 1995 in Madrid gegründet. Anfangs orientierte sich die Band am Folk Rock der Zeit und an Gruppen wie Tindersticks oder Arab Strap. Doch mit jedem neuen Mitglied veränderte sich auch der Klang. Aus sechs Musikern wurden neun. Die Arrangements wurden dichter, die Musik experimenteller und zunehmend instrumental.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits 2001 veröffentlichte das amerikanische Label Sub Pop das Album <em>Arde</em> und machte Migala auch außerhalb Spaniens bekannt. Mit <em>La Increíble Aventura</em> <em>(Das unglaubliche Abenteuer)</em> erreichte die Band 2004 schließlich ihren kreativen Höhepunkt. Die Folk-Wurzeln sind noch hörbar, doch der Schwerpunkt liegt nun eindeutig auf Post Rock. Erinnerungen an Tortoise oder Mogwai tauchen zwar immer wieder auf, doch Migala entwickeln daraus eine ganz eigene Sprache. Besonders eindrucksvoll gelingt das in <em>Sonnenwende</em>, das Post Rock mit spanischen Rhythmen und Flamenco verbindet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Musik wird zum Film</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Besonderheit dieses Albums ist die beiliegende DVD. Zu jedem Stück existiert ein eigenes Video. Sie illustrieren die Musik nicht einfach, sondern erweitern sie um eine zweite Erzählebene. Erst Bild und Ton zusammen entfalten die eigentliche Idee des Albums.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits der Opener <em>El Imperio Del Mal</em> (<em>Das Imperium des Bösen</em>) spielt mit Erwartungen. Der Titel könnte als politisches Statement verstanden werden. Tatsächlich verweist das Stück jedoch auf <em>Krieg der Sterne</em>. Ein Dialog zwischen Obi-Wan Kenobi und Darth Vader eröffnet das Album, kurz bevor Obi-Wan stirbt und das Imperium zunächst triumphiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Video bleibt dieser Erzählung treu. Zwei Kaffeekannen liefern sich einen absurden Kampf, während dunkle Wolken über das Haus ziehen, in dem sich die Küche befindet. Das wirkt zunächst humorvoll, greift aber das zentrale Motiv des Albums auf: den Konflikt zwischen Gut und Böse und die Frage, warum das Böse so oft die Oberhand gewinnt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Popkultur als Metapher</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch <em>WWW (Searching For The Wicked Witch Of The West)</em> arbeitet mit einer bekannten Filmreferenz. Ausgangspunkt ist <em>Der Zauberer von Oz</em>. Die böse Hexe des Westens wird jedoch nicht einfach zitiert, sondern in die Gegenwart übertragen. Schon die Abkürzung <em>WWW</em> legt eine zweite Lesart nahe: das World Wide Web. Märchenfigur und Internet verschmelzen zu einem Bild für Verführung, Ablenkung und die Mechanismen moderner Aufmerksamkeitsökonomie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Video spielt auf einem Jahrmarkt mit Riesenrad, Karussells und Geisterbahn. Unterhaltung wird hier zum Lockmittel. Die Hexe steht weniger für ein Märchen als für eine Welt, in der Aufmerksamkeit zur Ware geworden ist. Sie verspricht Vergnügen, bindet den Blick und zieht die Menschen immer tiefer in ihre eigene Logik. Gerade darin erinnert sie an das Internet, das Unterhaltung, Konsum und permanente Reize miteinander verbindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende kehrt das Video wieder in den Dschungel zurück. Affen erwachen zum Leben, Raubkatzen schleichen durch das Unterholz. Das Abenteuer beginnt von Neuem. Der Kreis schließt sich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zwischen Melancholie und Explosion</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach den ersten intensiven Stücken verändert das Album seine Stimmung. <em>Your Star, Strangled</em> ist das erste Stück mit Gesang und entwickelt sich zu einer stillen Folk-Pop-Ballade mit einer außergewöhnlich schönen Melodie. Das Video zeigt ein Paar, das nachts unter dem Sternenhimmel auf einem Acker tanzt. Für einen Moment scheint die Unruhe des Albums vergessen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Migala - El Gran Miércoles" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/_2HOb5mq6fI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>El Gran Miércoles</em> führt diese Ruhe weitgehend fort. Der Titel verweist auf den Surfer-Film <em>Tag der Entscheidung</em>. Zudem nimmt das Stück in seinen Lyrics das Motiv des Tigers wieder auf, der jetzt allerdings auf ein T-Shirt verbannt wird. <em>Sonnenwende</em> öffnet den Raum weiter und verbindet mediterrane Rhythmen mit den weit ausschwingenden Klangflächen des Post Rock.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Tucson, Game Over</em> gehört anschließend zu den intensivsten Momenten des Albums. Lange hält das Stück seine Spannung zurück, bevor es sich mit großer Wucht entlädt. Das Video erinnert dabei fast an einen Gangsterfilm, der unweigerlich in der Wüste endet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein versöhnlicher Schluss</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Album endet mit <em>Lecciones De Vuelo Con Mathias Rust</em> <em>(Flugstunden mit Mathias Rust)</em>. Die Wahl des Namens ist kaum zufällig. Mathias Rust wurde 1987 durch seinen Flug nach Moskau bekannt, den er als Zeichen für Frieden und Verständigung verstand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einem Album voller Kämpfe, Tiger, Imperien und filmischer Konfrontationen wirkt dieses Finale beinahe versöhnlich. Wo zuvor Gewalt und Macht dominierten, steht nun die Möglichkeit des Dialogs. Migala liefern keine eindeutige Antwort. Doch sie lassen das Album mit einer leisen Hoffnung enden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein außergewöhnliches Gesamtkunstwerk</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><em>La Increíble Aventura</em> blieb das letzte Studioalbum von Migala. Offiziell hat sich die Band nie aufgelöst, vielmehr befindet sie sich bis heute in einer Pause. Viele Mitglieder verfolgen inzwischen eigene Projekte, darunter El Hijo, Num9 oder Nacho Vegas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zurück bleibt ein Album, das auch mehr als zwanzig Jahre nach seiner Veröffentlichung außergewöhnlich wirkt. Migala verbinden Post Rock mit spanischen Einflüssen, verweben Musik mit Film und erzählen eine Geschichte, die sich nicht in einzelnen Liedern erschöpft. Die beiliegenden Videos sind dabei weit mehr als Bonusmaterial. Sie gehören zum Werk.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer <em>La Increíble Aventura</em> heute entdeckt, sollte sich deshalb Zeit nehmen. Dieses Album möchte nicht nur gehört, sondern auch gesehen werden.</p>


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    "><br />
<strong>Migala</strong>: <i>La Increíble Aventura</i> (2004)</p>
<ul>
<li><strong>Label:</strong> Acuarela Discos</li>
<li><strong>Jahr:</strong> 2004</li>
<li><strong>Genre:</strong> Post Rock, Indie Folk, Experimental Rock</li>
<li><strong>Produktion:</strong> Migala</li>
<li><strong>Aufnahme:</strong> Paco Loco</li>
<li><strong>Videos:</strong> Nacho R. Piedra</li>
<li><strong>Produktionsland:</strong> Spanien</li>
</ul>
<p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Current 93: The Inmost Light</title>
		<link>https://mainkritik.de/current-93-the-inmost-light/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[main-admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2026 11:40:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Albumkritik: The Inmost Light-Trilogie von Current 93 zwischen apokalyptischem Folk, Dark Ambient und spiritueller Obsession. David Tibet entfaltet eine radikal persönliche Klangvision aus Stimmen, Fragmenten und experimentellen Strukturen, die Themen wie Verlust, Kindheit und Transzendenz umkreist.</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/05/Current_93-The_Inmost_Light-Cover-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1254" srcset="https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/05/Current_93-The_Inmost_Light-Cover-1024x1024.jpg 1024w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/05/Current_93-The_Inmost_Light-Cover-300x300.jpg 300w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/05/Current_93-The_Inmost_Light-Cover-150x150.jpg 150w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/05/Current_93-The_Inmost_Light-Cover-768x768.jpg 768w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/05/Current_93-The_Inmost_Light-Cover-1536x1536.jpg 1536w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/05/Current_93-The_Inmost_Light-Cover-1320x1320.jpg 1320w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/05/Current_93-The_Inmost_Light-Cover.jpg 1800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">In den Achtzigern waren Current 93 bekannt für ihren düsteren Post-Industrial-Sound: atonale Loops, besessener Gesang, religiöse Obsession. Sänger <strong><a href="https://www.davidtibet.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">David Tibet</a></strong>, Nukleus der Band, erweiterte jedoch kontinuierlich sein musikalisches Vokabular. Britische Folk-Acts wie Shirley Collins, Comus und The Incredible String Band prägten zunehmend seine Arbeit. Mit <em>Thunder Perfect Mind</em> (1992) gelang der Durchbruch: ein Album, das den Begriff Apocalyptic Folk prägte und zur Jahrtausendwende zu den Schlüsselwerken des späteren Freak Folk gezählt wurde, das Musikerinnen und Musikern wie Devendra Banhart oder Joanna Newsom den Weg ebnete. <em>Of Ruine or Some Blazing Starre</em> (1994) folgte, minimalistischer und fokussierter, durchzogen vom Gitarrenspiel <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Michael_Cashmore" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Michael Cashmores</strong></a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch der eigentliche Höhepunkt sollte eine Trilogie werden, veröffentlicht 1995 und 1996: <em>Where The Long Shadows Fall</em>, <em>All The Pretty Little Horses</em> und <em>The Starres Are Marching Sadly Home</em>, 2007 als Box unter dem Titel <em>The Inmost Light</em> zusammengefasst. Drei thematisch verwobene Aufnahmen, die Verlust, Kindheit und Erlösung umkreisen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Konzept und Titel</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Titel stammt von Arthur Machen, dessen gleichnamige Geschichte die Essenz menschlicher Existenz erforscht. Bei Tibet, durchdrungen von religiöser Weltsicht, lässt sich <em>The Inmost Light</em> vermutlich als Bild für die Seele lesen. Die Trilogie kreist um den Verlust kindlicher Unschuld. Sie setzt einen Zustand voraus, in dem der Mensch noch nicht korrumpiert ist, zeigt dann jedoch, wie diese Unschuld schwindet. Nicht durch das Böse selbst, sondern durch die langen Schatten der Erwachsenenwelt, durch Tod und die Unausweichlichkeit einer drohenden Apokalypse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Thema wird aus verschiedenen Richtungen aufgefächert: religiöse Anspielungen, Texte von Thomas Ligotti, Bezüge zum Werk des Malers Louis Wain. Die Einnahmen aus <em>Where The Long Shadows Fall</em> wurden sogar zur Restaurierung von Wains Grab gespendet. Patripassianismus, die theologische Vorstellung, dass Gott selbst am Kreuz litt, durchzieht mehrere Stücke. Die Idee: Gott sandte sich selbst, um für Sünden zu leiden, die uns die Kindheit rauben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Where The Long Shadows Fall</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Trilogie beginnt mit <em>Where The Long Shadows Fall (Beforetheinmostlight)</em>, einer einseitigen EP. Auf Vinyl blieb die B-Seite leer, ein bewusstes Statement. Das gleichnamige Stück erstreckt sich über 19 Minuten und basiert auf einem Loop von Alessandro Moreschi, dem letzten Kastraten, von dem Aufnahmen existieren. Seine fragile Falsettstimme singt „Domine“ über die gesamte Laufzeit. Dazu treten Drones, Michael Cashmores Gitarre und im Hintergrund kaum hörbar die Stimme von John Balance (<strong><a href="https://www.brainwashed.com/coil/" type="link" id="https://www.brainwashed.com/coil/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Coil</a></strong>), der fragt: „Why can’t we all just walk away?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Stück entfaltet eine hypnotische Wirkung. Tibets Sprechgesang legt sich darüber und setzt thematische Akzente. Der Loop droht bei wiederholtem Hören irritierend zu wirken, doch gerade diese Penetranz ist Teil des Konzepts. Die Kastratenstimme steht sinnbildlich für den Versuch, Jugend festzuhalten, doch auch der Kastrat altert. Unvermeidlich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">All The Pretty Little Horses</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><em>All The Pretty Little Horses (TheInmostLightItself)</em> bildet das Zentrum der Trilogie, ein vollständiges Album. Es beginnt mit „The Long Shadow Falls“, einem konzeptuellen Rückgriff auf die vorherige EP. Diesmal ist Balances Frage deutlich hörbar, bevor das titelgebende Kinderlied aus den Appalachen folgt. Tibet flüstert den Text und verwandelt das Schlaflied in etwas Unheimliches. Das Stück kehrt am Ende des Albums wieder, diesmal gesungen von Nick Cave, dessen tiefe, markante Stimme das Ende der Kindheit symbolisiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nachfolgenden Stücke erforschen Folk in seiner reinsten Form. Cashmores Fingerpicking ist brillant aufgenommen, jede Saite schwingt hörbar nach, Tibets Stimme wandert zwischen den Stereokanälen und erzeugt einen Dialog mit sich selbst. Verantwortlich für die Produktion ist Stephen Stapleton von <strong><a href="https://www.nursewithwound.co.uk/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Nurse With Wound</a></strong>. Selbst heute wirkt sie außergewöhnlich reich und atmosphärisch. Besonders <em>The Bloodbells Chime</em> sticht heraus: eine Hommage an Louis Wain, eine fragile Klaviermelodie, Cashmores resonante Gitarre, ein Moment von fast entwaffnender Schönheit.</p>



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</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>This Carnival is Dead and Gone</em> und <em>Calling for Vanished Faces II</em> vertiefen die Auseinandersetzung mit Tod und Verlust. <em>The Frolic</em> kippt ins Verstörende, eine Stimme schreit „Dead!“ mit eruptiver Intensität. <em>Twilight Twilight Nihil Nihil</em> unterbricht mit Dark-Ambient-Atmosphäre und bereitet vor auf <em>The Inmost Light Itself</em>, ein episches Stück mit einem von Tibets düstersten Texten. Dazu treten Cashmores Gitarre und Joolie Woods Klarinette. Im Hintergrund sind Kinderstimmen zu hören, die zunehmend zwischen Spiel und drohender Katastrophe oszillieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Album endet versöhnlich: Nick Caves Interpretation von <em>All The Pretty Little Horses</em>, gefolgt von <em>Patripassian</em>, bei dem Cave Blaise Pascals existenzielle <em>Pensées</em> über einen Loop von Carlo Gesualdos <em>Miserere</em> rezitiert. Ein desolater, einsamer Moment.</p>



<h2 class="wp-block-heading">The Starres Are Marching Sadly Home</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><em>The Starres Are Marching Sadly Home (Theinmostlightthirdandfinal)</em> schließt die Trilogie. Wieder eine einseitige EP, 22 Minuten, experimenteller als die beiden Vorgänger. Das knarrende Holz eines großen Schiffs, Tibets künstlich gedehnte, verschmierte Stimme, eine zerfallende Klangstruktur als Grundlage. Andria Degens von <strong><a href="https://pantaleimon.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pantaleimon</a></strong> liest den finalen Teil von Tibets Text, während das Stück zunehmend lauter und chaotischer wird, bis weißes Rauschen alles überlagert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Abschluss bildet Shirley Collins’ a cappella-Version von <em>All The Pretty Little Horses</em>. Ihre mütterlich wirkende, klare Stimme verleiht dem Stück eine nostalgische Qualität, eine Erinnerung an verlorene Unschuld. Doch der Text kippt ins Bedrohliche: diesmal flattern die Bienen und Schmetterlinge nicht mehr um die Augen, sondern picken sie aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegenüber den beiden anderen Teilen fällt dieser dritte leicht ab. Er wirkt wie eine überflüssige Vergoldung nach dem perfekten Abschluss von <em>All The Pretty Little Horses</em>. Für sich genommen bleibt <em>The Starres Are Marching Sadly Home</em> jedoch ein faszinierendes Werk, das die Trilogie konzeptuell abrundet, auch wenn es emotional nicht die Intensität des Vorgängers erreicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Besessenheit und Perfektion</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was diese Trilogie auszeichnet, ist ihre kompromisslose Intensität. Tibet arbeitete Mitte der Neunziger abseits des Mainstreams und baute dennoch eine loyale Fangemeinde auf, die jedes Wort auf die Goldwaage legte. <em>The Inmost Light</em> ist das Resultat einer kreativen Besessenheit, in der Tibet seine vokale Ausdruckskraft bis an die Grenze steigerte, während die Musik seine Stimme nahezu organisch umfloss. Die Produktion ist so makellos, dass kaum zu glauben ist, dass keine große Plattenfirma beteiligt war. Stapleton, Cashmore und Tibet schufen hier ein intensives Werk, das sich neben seinen Vorbildern aus der Folk-Tradition behauptet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Jahrtausendwende scheint sich diese Intensität aufgelöst zu haben. Neuere Current 93-Alben sind technisch perfekt, erreichen jedoch nicht mehr die Sogwirkung der Aufnahmen aus den Neunzigern. Vermutlich liegt es an jener dunklen, glitzernden Besessenheit, die Tibet einst antrieb und die mit der Zeit an Intensität verlor.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zeitloses Meisterwerk</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><em>The Inmost Light</em> ist kein Album für nebenbei. Es verlangt Aufmerksamkeit, Geduld und die Bereitschaft, sich auf existenzielle Abgründe einzulassen. Wer diese Zeit investiert, begegnet einem Werk von außergewöhnlicher Dichte und zeitloser Strahlkraft. Die Verbindung aus Folk-Tradition, experimenteller Produktion und spiritueller Obsession wirkt singulär. Tibet gelingt hier, woran viele scheitern: eine radikal persönliche Vision in eine Sprache zu überführen, die unmittelbar emotional wirkt, ohne je ins Einfache zu kippen.</p>


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    "><strong>Current 93</strong>: <i>The Inmost Light</i> (Box-Set, 2007)</p>
<ul>
<li><strong>Enthält:</strong> Where The Long Shadows Fall (Beforetheinmostlight) (1995), All The Pretty Little Horses (TheInmostLightItself) (1996), The Starres Are Marching Sadly Home (Theinmostlightthirdandfinal) (1996)</li>
<li><strong>Konzept, Texte, Gesang:</strong> David Tibet</li>
<li><strong>Gitarre / zentrale Musik:</strong> Michael Cashmore</li>
<li><strong>Produktion / Mixing:</strong> Steven Stapleton</li>
<li><strong>Gäste (Auswahl):</strong> Nick Cave, John Balance (Coil), Shirley Collins, Joolie Wood, Andria Degens (Pantaleimon)</li>
<li><strong>Label:</strong> Durtro / Jnana (Reissue 2007)</li>
<li><strong>Originalveröffentlichung:</strong> Durtro / World Serpent Distribution (1995–1996)</li>
</ul>
<p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Kahimi Karie: Nunki</title>
		<link>https://mainkritik.de/kahimi-karie-nunki/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[main-admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Mar 2026 13:36:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Ambient]]></category>
		<category><![CDATA[Avantgarde]]></category>
		<category><![CDATA[Experimental]]></category>
		<category><![CDATA[Experimentelle Musik]]></category>
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		<category><![CDATA[Kahimi Karie]]></category>
		<category><![CDATA[Kammermusik]]></category>
		<category><![CDATA[Minimal]]></category>
		<category><![CDATA[Naturgeräusche]]></category>
		<category><![CDATA[Otomo Yoshihide]]></category>
		<category><![CDATA[Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Shibuya-kei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Albumkritik: Kahimi Karie verbindet Naturgeräusche mit kammermusikalischer Intimität. Zwischen akustischen Texturen, avantgardistischen Klanglandschaften und ihrer einzigartigen, zerbrechlichen Stimme entsteht eine immersive, stille Schönheit.</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/03/kahimi_karie-nunki-cover-1024x1024.jpg" alt="Kahimi Karie: Nunki (Cover)" class="wp-image-907" srcset="https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/03/kahimi_karie-nunki-cover-1024x1024.jpg 1024w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/03/kahimi_karie-nunki-cover-300x300.jpg 300w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/03/kahimi_karie-nunki-cover-150x150.jpg 150w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/03/kahimi_karie-nunki-cover-768x768.jpg 768w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/03/kahimi_karie-nunki-cover-1536x1536.jpg 1536w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/03/kahimi_karie-nunki-cover-1320x1320.jpg 1320w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/03/kahimi_karie-nunki-cover.jpg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Nunki</em> bezeichnet den zweithellsten Stern im Sternbild Schütze. Der Name klingt fremd, leicht mystisch, und passt damit perfekt zu Kahimi Karies sechstem Studioalbum, das 2006 bei Victor Entertainment erschien. Wer die japanische Sängerin noch aus den Neunzigern kennt, als sie Teil der Shibuya-kei-Szene war und französisch angehauchte Popsongs aufnahm, wird von <em>Nunki</em> überrascht sein. Das Album markiert einen radikalen Bruch. Statt loungiger Eleganz dominieren hier akustische Texturen, experimentelle Klanglandschaften und eine fast kammermusikalische Intimität.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Einstieg in eine andere Welt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Opener 呼続 setzt sofort einen ungewöhnlichen Ton. Drones legen sich über den Raum, dazu erklingt eine Sho, ein traditionelles japanisches Blasinstrument, dessen fast elektronisch wirkender Klang sich mit Kahimis zarter, mädchenhafter Stimme verbindet. Sie rezitiert auf Französisch, entrückt und verloren zugleich. Der Track wirkt wie ein Tor, das sich öffnet und in eine Klangwelt führt, die sich nicht an Pop-Konventionen orientiert. Es folgt ein Album, das sich wie ein Tag in der Natur anfühlt: Wasserplätschern, Regentropfen, das Rascheln von Kieselsteinen. Naturgeräusche werden zu Instrumenten, während Gitarren und elektronische Flächen wie Sonnenlicht, Wind oder fließendes Wasser wirken. Kahimi selbst beschrieb in Interviews, dass auf <em>Nunki</em> die Grenze zwischen natürlichen Klängen und musikalischen Instrumenten verschwimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Herangehensweise prägt das gesamte Album. <em>All Is Splashing Now</em> etwa inspirierte sich an einem Fernsehbeitrag, in dem Kahimi das Geräusch blühender Blumen hörte. Das Wassergeplätscher im Stück wurde von Jazz-Schlagzeuger Akira Sotoyama erzeugt, der hier nicht auf Becken oder Trommeln setzt, sondern auf Soundeffekte. Die Musik wird zu einer immersiven Erfahrung, die Bilder im Kopf entstehen lässt, ohne dabei aufdringlich oder kitschig zu werden.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Eine Stimme ohne Vergleich</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kahimi Karies Stimme ist das zentrale Element von <em>Nunki</em>, und sie bleibt schwer zu beschreiben. Sie besitzt keine kraftvolle Projektion, keine technische Perfektion im klassischen Sinn. Dennoch bemüht sie sich, mit Nachdruck zu singen, was zu einem faszinierenden Effekt führt: Die Stimme klingt zerbrechlich und zugleich bestimmt, hauchig und doch präzise. Manchmal flüstert sie, manchmal spricht sie die Texte eher, als dass sie sie singt. Dieser unkonventionelle Umgang mit der eigenen Stimme erzeugt eine Intimität, die selten ist. Es gibt kaum Vergleichspunkte. Vielleicht lassen sich entfernte Parallelen zu Björk ziehen, doch Kahimis Ästhetik bleibt eigenständig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf <em>Nunki</em> singt sie in vier Sprachen: Japanisch, Französisch, Englisch und Chinesisch. Die Texte, die sie selbst verfasste, kreisen um Licht, Liebe, Regen und Einsamkeit. Das klingt nach Melancholie, und tatsächlich liegt über dem Album eine stille Traurigkeit. Doch es gibt auch Momente von Wärme und spielerischer Leichtigkeit, etwa im lateinamerikanisch angehauchten <em>Mirage</em> oder im stillen, an Bossanova erinnernden <em>Plastic Bag</em>. Kahimi navigiert zwischen diesen Polen mit bemerkenswerter Sicherheit.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Drei Perspektiven</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Nunki</em> wurde von drei Produzenten betreut: <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Yoshihide_Otomo" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Otomo Yoshihide</a></strong>, <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jim_O%E2%80%99Rourke" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jim O&#8217;Rourke</a></strong> und <strong><a href="https://asl-report.blogspot.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Yann Tomita</a></strong>. Otomo Yoshihide, in Japan eine Legende zwischen Free Jazz, Noise und experimenteller Musik, hatte Kahimi 2005 in sein New Jazz Orchestra geholt. Jim O&#8217;Rourke stammt aus der Chicagoer Avantgarde-Szene und spielte unter anderem bei Sonic Youth. Yann Tomita bewegt sich zwischen Elektronik, J-Pop und experimentellen Randbereichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese drei Perspektiven prägen das Album entscheidend. Otomo Yoshihide steuerte acht Stücke bei, darunter das minimalistische そのほかに mit Gitarre und Summen, verstärkt durch den Klang von Sinuswellen. Auch das avantgardistische 太陽と月 stammt von ihm: verzerrte E-Gitarre, noisige Klangeffekte, Kahimi rezitiert ohne Melodie oder Rhythmus. Jim O&#8217;Rourke zeichnet sich für drei Tracks verantwortlich, darunter das majestätische <em>He Shoots the Sun</em> mit elektrischen Gitarrenarpeggios und einer fast transzendenten Atmosphäre. Yann Tomita komponierte das erfrischende <em>I&#8217;m in the Rain</em>, bei dem ein Chor und elektronische Drones eine unerwartete Wärme erzeugen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den beteiligten Musikerinnen und Musikern findet sich auch Keigo Oyamada, besser bekannt als <strong><a href="https://www.cornelius-sound.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Cornelius</a></strong>, der Gitarre spielt. </p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Zwischen Zugänglichkeit und Experiment</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Nunki</em> ist kein einfaches Album. Es verweigert sich Pop-Strukturen, setzt auf Reduktion und Stille, lässt Raum und Pausen wirken. Dennoch bleibt es überraschend zugänglich. Die Melodien sind vorhanden, wenn auch oft fragmentiert oder verborgen. Die Atmosphäre ist dicht, ohne erdrückend zu werden. Tracks wie <em>Le Cheval Blanc</em> mit Gitarre, Violine und Harfe besitzen eine stille Schönheit, die berührt. <em>You Are Here for a Light</em> schließt das Album mit einer ruhigen, fast meditativen Qualität ab: Kahimis Narration über einfache Akkordfolgen, begleitet von E-Gitarre, Bass, Schlagzeug, Orgel, Harfe, Cello, Violine und Vibraphon.</p>



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</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wer Kahimi Karies frühere Arbeiten kennt, wird hier ein anderes künstlerisches Selbstverständnis vorfinden. <em>Nunki</em> ist erwachsen, ernst, konzentriert. Es verzichtet auf Koketterie und Verspieltheit zugunsten einer tiefen, fast spirituellen Auseinandersetzung mit Klang und Stille. Das Album wirkt wie eine intime Stunde unter einem Vollmond, der schließlich hinter Regenschleiern verschwindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach <em>Nunki</em> arbeitete Kahimi 2008 mit Otomo Yoshihide und Jim O&#8217;Rourke an der Installation <em>Quartets</em>, die das Album konzeptuell weiterführte. 2010 erschien ihr siebtes Album <em>It&#8217;s Here</em>, das erstmals eigene Kompositionen enthielt. Seitdem ist es still geworden. <em>Nunki</em> bleibt damit nicht nur ein künstlerischer Höhepunkt, sondern auch ein Abschluss einer Phase, in der Kahimi Karie zeigte, wie radikal Pop sich öffnen kann, wenn er sich vom Mainstream löst.</p>


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    "><strong>Kahimi Karie</strong>: <i>Nunki</i> (2006)</p>
<ul>
<li><strong>Label:</strong> Victor Entertainment</li>
<li><strong>Jahr:</strong> 2006</li>
<li><strong>Genre:</strong> Shibuya-kei, Avant-Folk, Experimental</li>
<li><strong>Produktion:</strong> Otomo Yoshihide, Yann Tomita, Jim O&#8217;Rourke</li>
<li><strong>Produktionsland:</strong> Japan</li>
</ul>
<p></div>
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		<title>Momus: Circus Maximus</title>
		<link>https://mainkritik.de/momus-circus-maximus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[main-admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Feb 2026 12:06:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Antike Mythologie]]></category>
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		<category><![CDATA[Synthpop]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mainkritik.de/?p=880</guid>

					<description><![CDATA[<p>Albumkritik: Momus entwirft 1986 ein Debüt jenseits der Poplogik: akustische Gitarren, kühle Synthesizer und Chanson. Biblische und antike Motive werden ironisch gebrochen. Literarische Ambition und melodische Zugänglichkeit formen ein singuläres Album.</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1022" height="1024" src="https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/02/momus-circus_maximus-cover-1022x1024.jpg" alt="Momus: Circus Maximus Cover" class="wp-image-881" srcset="https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/02/momus-circus_maximus-cover-1022x1024.jpg 1022w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/02/momus-circus_maximus-cover-300x300.jpg 300w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/02/momus-circus_maximus-cover-150x150.jpg 150w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/02/momus-circus_maximus-cover-768x769.jpg 768w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/02/momus-circus_maximus-cover-1534x1536.jpg 1534w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/02/momus-circus_maximus-cover-1320x1322.jpg 1320w, https://mainkritik.de/wp-content/uploads/2026/02/momus-circus_maximus-cover.jpg 2000w" sizes="(max-width: 1022px) 100vw, 1022px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mit <em>Circus Maximus</em> formulierte <strong><a href="https://imomus.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Momus</a></strong> 1986 ein Debütalbum, das sich der damaligen Poplogik demonstrativ entzog. Statt charttauglicher Glätte dominieren akustische Strenge, subtile Synthesizerflächen und eine Ästhetik, die eher an Chanson, Kammerpop und britischen Folk erinnert. Nick Currie entwirft kein Album der schnellen Effekte, sondern ein Werk der Haltung. Die Stücke wirken wie Miniaturen eines größeren Gedankengebäudes, in dem Literatur, Religion und Ironie aufeinandertreffen.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Texte voller Mythen, Satire und Gegenwart</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schon der Opener <em>Lucky Like St. Sebastian</em> setzt den Ton: biblische Motive, verschoben ins Spielerische, formuliert mit intellektueller Schärfe und feinem Witz. Currie greift religiöse und antike Stoffe auf, ohne sie ehrfürchtig zu behandeln. Er zerlegt, spiegelt, überzeichnet. <em>The Day the Circus Came to Town</em> beschreibt die Befreiung einer erstarrten Gemeinschaft und entfaltet dabei eine fast filmische Dynamik zwischen Disziplin und Exzess.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<p class="wp-block-paragraph">Besonders vielschichtig erscheint <em>The Rape of Lucretia</em>. Der Song lässt sich nicht nur als historische Erzählung lesen, sondern auch als Reflexion über Macht, Moral und politische Ordnungen. Die Zeile &#8222;You ushered in democracy, you understood that monarchy / Stands by incest, falls by sexual intercourse&#8220; öffnet eine Deutungsebene, in der Mythos und Staatsidee ineinander greifen. Momus verwandelt Geschichte in Kommentar, Allegorie in Gegenwartsdiagnose.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Paper Wraps Rock</em> verbindet Melancholie mit subversiver Beobachtung. Begehren, Projektion und Distanz verschränken sich zu einer Betrachtung über Unverfügbarkeit und Bildkultur. Das Stück wirkt zugleich verspielt und unheimlich, leichtfüßig und gedankenschwer.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Stimme, Inszenierung, musikalische Balance</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Curries Stimme trägt diese Texte mit bemerkenswerter Klarheit. Der Gesang bleibt kontrolliert, beinahe nüchtern, und gewinnt gerade daraus seine Wirkung. Keine pathetische Überhöhung, sondern ein Changieren zwischen Distanz, Eleganz und leiser Provokation. Die akustische Gitarre setzt präzise Akzente, oft scharf angeschlagen, während im Hintergrund Synthesizer eine kühle, atmosphärische Tiefe erzeugen. Diese Balance aus Intimität und artifizieller Weite verleiht dem Album eine eigentümliche Spannung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die visuelle Selbststilisierung fügt sich ins Konzept. Momus präsentiert sich nicht als authentischer Bekenntnissänger, sondern als Figur im eigenen ästhetischen System. Pose und Reflexion, Ironie und Ernst stehen gleichberechtigt nebeneinander.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Circus Maximus</em> ist kein makelloses, aber ein außergewöhnlich eigenständiges Debüt. Die Mischung aus literarischer Ambition, satirischer Schärfe und melodischer Zugänglichkeit bleibt bis heute singulär. Momus gelingt es, biblische und antike Bildwelten aus dem Museum zu befreien und in ein lebendiges, widersprüchliches Popuniversum zu überführen.</p>


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    "><strong>Momus</strong>: <i>Circus Maximus</i> (1986)</p>
<ul>
<li><strong>Label:</strong> Él Records</li>
<li><strong>Jahr:</strong> 1986</li>
<li><strong>Genre:</strong> Indie Pop, Chamber Pop, Synthpop</li>
<li><strong>Produktion:</strong> Momus (Nicholas Currie)</li>
<li><strong>Produktionsland:</strong> Vereinigtes Königreich</li>
</ul>
<p></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://mainkritik.de/momus-circus-maximus/">Momus: Circus Maximus</a> erschien zuerst auf <a href="https://mainkritik.de">Main Kritik</a>.</p>
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